Tag 60

Humanmedizin

Im Schnitt geht das Studium 12 bis 13 Semester, bis man dann das Staatsexam erreicht. Unterteilt wird das Studium in den vorklinischen Abschnitt, den klinischen Abschnitt und das Praktische Jahr (PJ).

Der erste Block befasst sich mit naturwissenschaftlichen und grundlegenden medizinischen Kenntnissen. Zudem gehören auch ein Pflichtpraktikum von drei Monaten und die Erste Hilfe Ausbildung dazu, die Dauer enthält meist vier Semester. Am Ende der “vorklinischen Ausbildung” steht dann die erste ärztliche Prüfung, das Physikum, an. Der klinische Abschnitt, ist für sechs Semester ausgelegt. Zu dem intensivierten Lernstoff, welchen du gelehrt bekommst, wirst du auch ein viermonatiges Praktikum als Formulator absolvieren müssen. Dabei schaust du in medizinische Bereiche und zum Schluss schreibst du dann dein zweites Physikum.

Im letzten Jahr, dem Praktischen Jahr, musst du dann ein Jahr lang in einem Lehrklinikum oder einer Lehrpraxis arbeiten. Die Bereiche die dabei abgedeckt sein müssen, sind dieInnere Medizin, die Chirurgie und Allgemeinmedizin oder einen Bereich der eigenen Wahl. Daraufhin steht dir nur noch die letzte und dritte ärztliche Prüfung bevor. Um das wohl größte Ziel, den Doktor Titel (Dr. med.) zu bekommen, musst du eine Doktorarbeit schreiben. Diese kannst du zeitlich nach dem klinischen Teil oder gleichzeitig machen.

Theorie und Praxis werden, wie du sehen kannst, im ganzen Studiengang großgeschrieben, um so alltagsnah, wie möglich ausgelegt zu sein. Zur Theorie gehört vor allem alles rund um Naturwissenschaften, Chemie, Physik, Biologie, Anatomie, Med. Psychologie, Med. Soziologie etc.. Zudem gehören auch unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Lehrstoff, wie Dermatologie oder Kinderheilkunde.

 

Erfahrungsberichte zum Studiengang

T. (20 Jahre)

Ruhr Universität Bochum

Ende 2014, Anfang 2015 habe ich die Entscheidung gefasst Medizin zu studieren. Die Entscheidung war nicht von jetzt auf gleich getroffen, es war ein Prozess der mich schließlich dazu geführt hat. Ich habe mir die Rahmenbedingungen, sowie den Inhalt genau angeschaut. Beides hat mir sehr zugesagt und durch mein damaligen Notendurchschnitt habe ich dann den Entschluss gefasst, mich bei einigen Universitäten zu bewerben. Beworben habe ich mich über ein Anmeldeportal (Hochschulstart). Endgültig entscheiden tut jedoch ein Auswahlverfahren der Hochschule mittels NC (Numerus Clausus bzw. Notendurchschnitt).

Nachdem ich mich dann immatrikuliert hatte, habe ich im Wintersemester 2016/ 2017 mit meinem Studium begonnen. Die Regelstudienzeit liegt bei 12 bis 13 Semester. Da ich immer noch studiere, kann ich nur dazu sagen, dass ich im Moment im Zeitplan liege und kurz vor meinem ersten Physikum stehe.

Im Studiengang insgesamt muss man ein dreimonatiges Praktikum absolvieren in einer stationären Krankenpflege, bei der man in unterschiedliche Bereiche schaut. Anerkannt wird das Praktikum erst ab dem Hochschulabschluss.

Finanzieren tu ich das Studium durch die finanzielle Hilfe meiner Eltern.

 

Meine Empfehlung:

Ich würde das Studium jemanden empfehlen, der ein sehr hohes Maß an Wissensdurst, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz besitzt. Außerdem sollte die Person bereit sein phasenweise ihr Sozial- und Privatleben zu pausieren, weil sie massenweise Bücher verschlingen müssen wohl wissend, dass sie seit wochen nicht vernünftig geschlafen haben.

Warum ich euch diesen Studiengang ans Herz legen möchte? Ihr habt durch das Absolvieren sehr gute Jobchancen, sowie ein hohes soziales Ansehen. Zudem habt ihr genug Freiraum für individuelle Arbeitsgestaltung ( Fachgebiet, Angestellt, Selbständig, Ort).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.